Studien belegen Art und Umfang der Verhaltensänderungen unserer Kinder und Jugendlichen bedingt durch die Pandemie: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit über fünf Stunden Handynutzung täglich, hat sich verdoppelt. Diverse Ängste bei Kindern und Jugendlichen entwickeln sich und Schlafprobleme bei 6- bis 18-Jährigen stiegen um satte 100%. Auch die kleinsten Mitbewohner unter uns brauchen dringend Unterstützung, um einen adäquaten Umgang mit der Pandemiesituation zu erlernen oder bereits gefestigte Ängste bearbeiten zu können. Therapieplätze sind heiß begehrt aber leider Mangelware. Was können wir also tun, um unsere Kinder adäquat zu begleiten und zu unterstützen? 

Aus der aktuellen Onlineumfrage „Jetzt sprichst du!“ (Schabus & Eigl, Umfrage noch in Auswertung) geht eindeutig hervor, Kinder und Jugendliche leiden vor allem unter div. Ängsten. Die überwiegende Mehrheit der 6- bis 18-Jährigen geht noch immer davon aus, dass sich die derzeitige Situation, mit all Ihren Einschränkungen, nicht so rasch ändern wird. Und, dass „The New Normal“ bis ins Jahr 2022 hineinreichen dürfte. 51% gehen überhaupt davon aus, dass es nie mehr so sein wird wie vor der Pandemie. Eine weitere große Angst unserer Teenager: jemand aus der Familie könnte sterben.

Aus einer Statistik der Donau Uni Krems in Kooperation mit der Med Uni Wien geht zudem hervor, dass die suizidalen Gedanken von Jugendlichen ab 14 Jahren  enorm gestiegen sind und mehr als die Hälfte der befragten Jugendlichen an Depressionen leidet.

(Quelle: Universität Krems, Med-Uni Wien, Universität Ulm „Mental health in adolescents during COVID-19-related social distancing and home-schooling https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3795639)

Eine fehlende Tagesstruktur und der damit einhergehende, veränderte Schlafrhythmus haben ihre Auswirkungen auf die SchülerInnen und werden von Lehrkräften als zusätzliche Herausforderung gesehen. Denn die Kinder und Jugendlichen sind unmotiviert, unkonzentriert und nicht ausgeschlafen.

„Vor allem klare Strukturen in der Familie können den Kindern und Jugendlichen helfen, ihren Rhythmus wieder zu finden. Geregelte Abläufe schaffen Fixpunkte im Alltag und helfen den Kindern und Jugendlichen wieder Stabilität und Halt zu bekommen. Motivieren Sie Ihre Kinder sich mit Freunden zu treffen oder gehen Sie mit dem Nachwuchs in die Natur. Das sind einfache, aber höchste effektive Möglichkeiten, die Sie in der eigenen Familie umsetzen
können. Familien, die das nicht alleine schaffen, können Hilfe von psychosozialen BeraterInnen in Anspruch nehmen. Diese speziell geschulten Fachleute suchen mit Ihnen nach Lösungen“, empfiehlt Konfliktcoach Bianca Ortner.

Auch Schulen können ihren Teil zur Verbesserung beitragen. Manche gehen schon mit gutem Beispiel voran und bieten so genannte soziale Stunden an. Ziel ist es, respektvollen wie angstfreien Umgang miteinander zu erarbeiten, Kommunikationformen zu finden, welche Konflikte vorbeugen oder dabei helfen, diese zumindest anders zu interpretieren und entsprechend darauf zu reagieren.

Konfliktcoach Ortner Bianca meint dazu: „Dieses Fach müsste bereits ab der zweiten Klasse Volksschule ein paarmal im Jahr in Form eines spielerischen Workshops unterrichtet werden. Weiters wäre es ab dieser Altersstufe sinnvoll, Kinder mit dem richtigen Umgang und den Gefahren des Handys vorzubereiten und vertraut zu machen. Die meisten Eltern überlegen sich zwar genau, wann ihr Kind ein eigenes Handy besitzen sollte, der Umgang damit wird allerdings meist vernachlässigt.“

Jeder kann einen Teil dazu beitragen damit es unseren Kindern und Jugendlichen wieder besser geht und sie ihre Kindheit sorglos genießen können.

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