Die 5 gravierendsten Missverstädnisse in der Pressearbeit

 

Wer sagt, dass nur die Big Player Pressearbeit nötig haben? Und wo steht geschrieben, dass nur eine Veröffentlichung deiner Presseinformation als Erfolg zählt? Heute räumen wir einmal mit den Missverständnissen die Öffentlichkeitsarbeit betreffend auf.

Gute Pressearbeit kann zwar komplex werden, ist aber im Grunde auch keine Raketenwissenschaft. Das größere Problem sind falsche Erwartungen, die oft an jene, die Öffentlichkeitsarbeit machen, gestellt werden. Also präsentieren wir an dieser Stelle: die fünf größten Missverständnisse, die dir in der PR das Leben schwermachen!

Nummer 1: Pressearbeit ist billige Werbung

Neiiiiiiiiiin! Grundsätzlich sei einmal gesagt: Werbung verkauft. PR hingegen informiert. Das heißt aber auch umgekehrt: Werbung kann ich kaufen, eine redaktionelle Berichterstattung nicht (zumindest, wenn du mit seriösen Medien zusammenarbeitest). Und genau das ist es aber, was du mit Pressearbeit erreichen möchtest. Das heißt aber eben, dass du keinen Einfluss auf die Art der Berichterstattung, deren Größe oder deren Erscheinungs-/ Sendezeitpunkt hast. Auch nicht, in welchem Kanal eines Mediums deine Informationen verarbeitet werden, liegt in deiner Macht. All das unterliegt den jeweiligen redaktionellen Grundsätzen, die wiederum in jedem Medienunternehmen anders sind. Doch genau das führt dazu, dass eben redaktionelle Berichte von LeserInnen besonders ernst genommen werden. Daher gilt: In der Öffentlichkeitsarbeit zählt der langfristige positive Effekt– nicht das eindimensionale Ziel, sein Produkt zu verkaufen.

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Nummer 2: Nur die Erscheinung zählt

Klar, wenn deine Pressemeldung von einem Medium aufgegriffen wird, ist das schön. Doch das ist im Grunde einfach das Maximum, das du mittels PR-Arbeit erreichen kannst – aber längst nicht das einzige Ziel. Denn: Es kommt nicht nur auf die Clippings (Erscheinungen) an! Durch jede ausgesendete Pressemeldung kommst du mit JournalistInnen in Kontakt. Das sind alles MeinungsbildnerInnen, die mit jeder weiteren Pressemeldung an dich und dein Unternehmen erinnert werden. Es ist am Ende eher so: Sofern du nicht irrelevante Inhalte verbreitest, erhöht jede Pressemeldung schlicht die Wahrscheinlichkeit, dass über dich und somit auch über dein Unternehmen berichtet wird. Nicht zu vergessen: JournalistInnen reden mit vielen Menschen und sind stets auch ohne ihre Medien wichtige WeiterträgerInnen von Informationen. MeinungsbildnerInnen, zweifelsohne. Man könnte sie fast schon als InfluencerInnen bezeichnen … 😉

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Nummer 3: PR ist doch nur was für die Großen

Pressearbeit? Das ist doch nur etwas für die großen Unternehmen! Dieses Missverständnis ist stark verbreitet. Die Kommunikation jedes einzelnen Unternehmens sollte perfekt abgestimmt sein, egal wie groß oder klein es ist. Oft können gerade kleine Systeme mit guter Kommunikationsarbeit weit mehr bewegen als eine große und wenig agile Firma! Junge Start-ups, die sich auf dem Markt etablieren müssen, sind das beste Beispiel dafür. Wichtig ist einfach immer, dass du nicht mit Werbebotschaften an Medien herantrittst, sondern mit echten Geschichten, die für möglichst viele Menschen interessant sind.

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Nummer 4: Viele Adressen führen zum Erfolg

Je mehr JournalistInnen deine Pressemeldung erhalten, umso höher ist die Chance, dass jemand diese auch aufgreift! Klingt logisch, ist aber völlig falsch. Klar schadet es nicht, möglichst umfassende Verteiler anbieten zu können. Was aber nutzt ein knallvoller E-Mail-Verteiler, bei dem eine Vielzahl der JournalistInnen sich nicht für deine Informationen interessieren? Kleines Beispiel: Die Politikjournalistin in Linz wird wenig Interesse am neuen Designprodukt einer Grazer Firma haben. Viel wichtiger also ist es, dass deine Verteiler möglichst gezielt jene JournalistInnen ansprechen, die auch mit den Informationen deiner Pressemeldung etwas anfangen können. Es gilt also gerade in diesem Fall: Qualität vor Quantität! Schließlich sind Pressemeldungen keine Newsletter!

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Nummer 5: Was mich interessiert, ist auch relevant!

Gerade UnternehmerInnen erliegen oft dem Irrglauben, dass das, was sie interessiert, auch für Medien und überhaupt den Rest der Welt relevant ist. Das. Ist. Fast. Immer. Falsch! Kleines Beispiel: Für den Bio-Supermarkt ist es interessant, dass möglichst viele Menschen seine Bio-Erdbeeren kaufen, die er gerade frisch geliefert bekommen hat. Das ist aber für genau gar kein Medium interessant. Eine Pressemeldung mit diesem Inhalt würde nur eine Reaktion von JournalistInnen provozieren – den berühmten Satz „Dann kaufen’S halt a Inserat!“ Sprich: Wer PR macht, muss den Medien echte Geschichten erzählen. Die Geschichte vom Bio-Erdbeerbauern, der statt Spritzmittel Enten auf seinen Feldern herumlaufen lässt, die alle Schnecken verputzen, die wird wohl eher vom einen oder anderen Medium als interessant empfunden. Und der Name deines Bio-Ladens, der diese Erdbeeren anbietet und auch die Pressemeldung versendet hat, kommt dann so oder so in der Story der JournalistInnen vor …

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