Der Fachverband Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich hatte zum Symposion „Lernen, üben und merken“ in die Österreichische Nationalbibliothek geladen. Im Fokus der Veranstaltung stand die Zukunft der Bildungsmedien.

Um mehr über die Wünsche und Erfahrungen der Eltern zum Thema analoge und digitale Lehrmittel zu erfahren, hat der Obmann des Fachverbandes Friedrich Hinterschweiger eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben, die im Rahmen eines Symposions in der Österreichischen Nationalbibliothek präsentiert wurde. 655 Eltern von Kindergartenkindern, VolksschülerInnen, Unter- & Oberstufen-SchülerInnen und BerufsschülerInnen aus ganz Österreich haben an dieser Studie teilgenommen. 
Die Kernaussagen präsentierte zu Beginn des Symposions Claudia Brandstätter von der bmm Markt- und Trendforschung. 70 Prozent der Eltern sind der Überzeugung, dass SchülerInnen durch eine Mischung aus analogen und digitalen Bildungsmedien am besten auf die Praxis vorbereitet werden. So gehört beispielsweise der zusätzliche Einsatz von digitalen Bildungsmedien in der Oberstufe für 94 % der Befragten zu einer modernen und innovativen Schule. 70 % wollen das auch für die Unterstufe, 30 % sind dem Einsatz von digitalen Bildungsmedien auch schon in der Volksschule nicht abgeneigt.
Die Frage „was halten Sie davon, dass gedruckte und digitale Schulbücher in Kombination zum Einsatz kommen” beantworten 79 % mit „sehr gut“ und „gut“. Interessantes Detail: 88 Prozent der Kinder der befragten Eltern besitzen oder benutzen digitale Geräte.

Diskussion über Zukunft der Bildungsmedien

Im Anschluss an die Präsentation diskutierten unter der Leitung von ZIB-Anchorman Gerhard Maier, der Nationalratsabgeordnete Rudolf Taschner, der Sprecher der Bildungsverleger Österreichs, Markus Spielmann und Trendforscherin Claudia Brandstätter über die Zukunft der Bildungsmedien, die in einer analog-digitalen Welt aufeinander treffen.

Rudolf Taschner brachte gleich zu Anfang einen amüsanten Vergleich – „Früher hatte man Schiefertafeln und mit einem Wisch, war alles weg. Heute hat man Tablets und es ist derselbe Effekt. Aber grundsätzlich schaffen digitale Bildungsmedien das Lernen mit frischen Impulsen zu unterstützen.“ Dem Mathematiker persönlich hat aber der Fettfleck auf einem Latein-Vokabel beim Merken sehr geholfen. Auch das Knistern des Papiers und die Möglichkeit etwas mit einem Marker anzustreichen ist essenziell.

Markus Spielmann, Sprecher der Bildungsverleger Österreichs, stellte in seinem Statement klar, dass um zu vernünftigen Ansätzen für neue inhaltliche und didaktische Gestaltungen von digitalen Bildungsmedien zu kommen, brauche man eine sachliche, faktenbasierende Diskussion, die aktuelle Schul- und Unterrichtsrealitäten ebenso wie die technischen, politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einschließt. Spielmanns Forderung: Die Zusammenarbeit aller Beteiligten, um für SchülerInnen, Lehrlinge und StundetInnen zukunftsorientierte Bildungsmedien zu schaffen

Trendforscherin Brandstätter schloss mit dem Statement: „Eltern beziehen kompetent und qualifiziert zum Thema `Lernen, Üben und Merken´ Stellung. Sie schätzen den hybriden Weg und sehen vor allem mit zunehmendem Alter ihrer Kinder die digitale Ergänzung als besonders passend an. Eltern sehen in der Kombination eine nahezu perfekte Vorbereitung auf das spätere berufliche Leben.“

Hier geht’s zur offiziellen über PRobiz verschickten Pressemeldung.

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