11 Veranstaltungen, 1200 TeilnehmerInnen – das ist die Bilanz der von der steirischen Bildungslandesrätin Ursula Lackner initiierten Fortbildungsreihe für KindergartenpädagogInnen. Zum Abschluss erneuert Lackner ihre Forderungen an den Bund: „Die neue Bundesregierung muss rasch in die Gänge kommen und den elementaren Bildungsbereich stärken!“

„Schritt für Schritt begleiten, Seite an Seite bilden, Hand in Hand betreuen“ lautete der Titel der von Bildungslandesrätin Ursula Lackner initiierten Veranstaltungsreihe für MitarbeiterInnen in Kinderkrippen, Kindergärten und Horten, die in allen Regionen Station machte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die ElementarpädagogInnen selbst: „Sie sind es, die mit ihrer Arbeit wichtige und wertvolle Beiträge für die Entwicklung der Kinder in der ganzen Steiermark leisten“, betont Lackner dabei. „Ich weiß, welchen Herausforderungen Sie täglich gegenüberstehen, und es ist mir ein großes Anliegen, dass Sie Ihre Arbeit qualitätsvoll machen können“, bestärkte sie die insgesamt rund 1200 TeilnehmerInnen. Bei den elf Veranstaltungen gab es nicht nur Fachvorträge von Expertinnen zu verschiedenen Themen und Diskussionsrunden, sondern es wurden auch Best-Practice-Kindergärten vorgestellt und ausgezeichnet.

Bundesregierung muss handeln!

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe erneuerte Lackner ihre bereits im Herbst erhobene Forderung an die Bundesregierung, rasch den in den letzten Jahren beschrittenen Weg fortzusetzen. „Der Bildungsrahmenplan alleine reicht nicht! Es braucht darüber hinaus:

  • bundesweit einheitliche Qualitätsstandards,
  • bundesweit einheitliche Betreuungsschlüssel und Gruppengrößen, um allen Kindern vom Bodensee bis zum Neusiedlersee gleiche Bedingungen zu garantieren,
  • bundesweit einheitliche Ausbildung für die KindergartenpädagogInnen an den Hochschulen
    und damit einhergehend eine bessere Bezahlung.
  • Damit ist Lackner auf einer Linie mit dem Berufsverband der Kindergarten- und HortpädagogInnen, die diese Forderungen vor wenigen Tagen ebenso erhoben haben.

Zudem müssen die mit Jahresende auslaufenden Bund-Länder-Vereinbarungen über den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, die Sprachförderung und das kostenlose verpflichtende Kindergartenjahr erneuert werden.

Land Steiermark bietet zusätzliche Fortbildungen & neues Kinderbetreuungsgesetz

Parallel dazu setzt Lackner ihre gemeinsam mit der Abteilung 6 des Landes Steiermark im September gestartete Initiative fort, um die knapp 6000 PädagogInnen und BetreuerInnen für 33.300 Kinder in den rund 1000 steirischen Kinderkrippen- und Kindergärten in Ihrem Tun zu stärken:

  • Eine im Herbst gestartete Fortbildungsoffensive rückt das Thema Aufsichtspflicht noch intensiver in den Mittelpunkt, um den MitarbeiterInnen in den Kinderkrippen und -gärten mehr Sicherheit zu geben.
  • Der „Qualitätszirkel“ – ein regelmäßig stattfindendes Treffen von Trägerorganisationen, Stadt Graz, Stadt Leoben, Städtebund, Gemeindebund, Gewerkschaft, LeiterInneninitiative u. a. – legt einen Schwerpunkt auf das Thema Aufsichtspflicht, um alle Fragen, die sich MitarbeiterInnen in Kinderkrippen und Kindergärten stellen, zu konkretisieren und Antworten auszuarbeiten.
  • Darüber hinaus arbeitet das Land an einer Novellierung des Kinderbetreuungsgesetzes. Es sieht unter anderem LeiterInnenfreistellungen, Flexibilisierung und eine Entbürokratisierung vor. „Da sind wir bereits in guten Gesprächen mit Städte- & Gemeindebund; Gewerkschaft und Trägern“, so Lackner. Der Begutachtungsentwurf wird im Frühling vorliegen.

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Pressesprecher H. Michael Samec, Tel. 0676 8666 2762, heinz.samec@stmk.gv.at
Foto: (c) Mario Sudy